Etwas zur Geschichte und etwas Allgemeines über Steinbeck und Meilsen * am Stuvenwald:

* Siehe auch zur Geschichte von Meilsen von Michael Marquardt 2003
 

Viele Steine und ein Bach (altsächsisch: biki, beke). - Beides Namensgeber für Steinbeck. Seit der Gebietsreform im Jahre 1972 sind die beiden seit 1865 zusammengehörigen Dörfer Steinbeck und Meilsen ein Ortschaftsteil der Stadt Buchholz in der Nordheide.

Vor mehr als 25 Jahren wurden Entscheidungen getroffen, die weit über Buchholz hinaus Folgen haben sollten. An der Bundesstraße 75, wo der lebhafte Verkehr rollt, liegt jetzt das erste Gewerbegebiet der Stadt Buchholz. - Im Mai 1977 wurde in der Vaenser Heide der Welt größte Fertighausausstellung in Steinbeck eröffnet. Für viele Menschen ist Steinbeck in den letzten Jahren zur Heimat geworden. Es wohnen jetzt mehr als 5.000 Menschen in Steinbeck und Meilsen.

Die vielen Steine wurden von den gewaltigen Eismassen aus Skandinavien hierher transportiert. Vor mehr als 4000 Jahren hielt dann die Zivilisation in Steinbeck Einzug. Aus dem Gebiet der heutigen Türkei kamen die ersten Siedlergruppen. Das Wasser brauchten sie zum Leben, die Steine waren für ihre Toten. Die ersten Steinbecker bauten ein Großsteingrab für ihre Verstorbenen. Es war 64 Meter lang und 4 Meter breit. Die Grabstelle verlief quer über die heutige B75. Alte Geschichten behaupten, dass Napoleons Truppen das Grab für den Bau der Straße (heute B75) zerstörten. Von der letzten Ruhestätte der ersten Bewohner sind nur noch wenige Steine vorhanden. Man findet sie auf dem Weg zum Stuvenwald, am Schlosshof an der Wenzendorfer Straße.

Der Steinbach entspringt in Meilsen. Dieses kleine Gewässer ist älter als die Elbe. Er entstand während der Eiszeiten.

Vermutlich ist die Steinbecker Geschichte eng mit Karl dem Großen verbunden. Die renitenten Sachsen dieser Gegend wurden kurzerhand vertrieben. Um das Jahr 904 ließ der Kaiser die in seinen Augen niederträchtigen Sachsen (nicht ernst gemeinte Deutung der Herkunft des Namens Niedersachsen) nach Westen transportieren.

Auch haben die beiden großen Gasthäuser und Hotels Zur Eiche" 

   

und ,,Hoheluft"  unsere Geschichte geprägt.

Bereits 1571 wird ein Joachim Stöver, ein Vorfahre des jetzigen Eigentümers "Zur Eiche": Hans-Joachim Stöver im Dorf erwähnt.

Im Gasthaus "Hoheluft"  haben am 29. April 1945 Verhandlungen stattgefunden, die da dazu führten, dass am Ende des 2. Weltkrieges die Stadt Hamburg kampflos an die Engländer übergeben werden konnte. Der damalige Verhandlungstisch kann noch heute dort besichtigt werden.

Neubürgern und an der lokalen Geschichte interessierten sei der im Dezember 1985 herausgegebene Bildband "Steinbeck und Meilsen am Stuvenwald" empfohlen. Dieser Bildband ist noch immer zum damaligen Selbstkostenpreis von 20 DM, heute 10,25 € beim Ortsbürgermeister sowie bei den Mitgliedern des Steinbecker Ortsrates erhältlich.

Heute hat Steinbeck einen Kindergarten und eine Grundschule, zu der seit fast 20 Jahren auch eine Turnhalle gehört. Außerhalb der Schulzeiten wird diese Turnhalle auch von unseren Vereinen, dem "TSC Steinbeck-Meilsen" und der Damenturngruppe "Steinbecker Steifböcke" genutzt. Sie dient aber auch als Stätte der Begegnung. Einmal im Jahr wird sie im Rahmen der beliebten Veranstaltung:

,,Jazz und Platt in Steinbeck" zu einem Biergarten umgestaltet. Dann wird dort fetzige Jazzmusik gespielt, unterbrochen von lustigen Beiträgen der Niederdeutschen Bühne Buchholz, die den Namen unserer Ortschaft auf niederdeutsch "De Steenbeeker" trägt.

Äußerster Beliebtheit erfreut sich auch das "Steinbecker Dorffest", das 1x jährlich (zumeist im Mai oder Anfang Juni) auf dem Gelände der Grundschule stattfindet.

An geselligen Vereinen bietet Steinbeck den "Sparclub Weihnachtsfreude" und den

 VFDS  "Verein zur Förderung der Dampfschifffahrt auf dem Steinbach".

Kurt HöIzer
Ortsbürgermeister


Zur Geschichte von Steinbeck und Meilsen am Stuvenwald:
 

Die Karte von 1878

Die heutigen Grenzen von Steinbeck mit Meilsen

 

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